Die Auswahl des richtigen Cloud-Providers für die eigene Unternehmensinfrastruktur ist eine strategisch weitreichende Entscheidung. Worauf man achten sollte und welche Faktoren neben dem Leistungsportfolio des Anbieters relevant sind erläutern wir hier.

Viele potentielle Provider stehen zur Auswahl - wie entscheidet man sich?

EU-Rechenzentren als Sicherheitsfaktor

Rechenzentren finden sich in allen Teilen der Welt – von Europa über Nordamerika quer durch Ostasien bis nach Russland, Südafrika oder den Philippinen. Woher nimmt man die Gewissheit, wo der potentielle Cloud-Provider die Daten lagert – oder gar auslagert? Und welche Sicherheitsstandards gelten am jeweiligen Standort des Rechenzentrums? Dieses Dilemma lässt sich umgehen, indem jene Cloud-Provider ausgewählt werden, die Rechenzentren in der Europäischen Union betreiben. Diese unterliegen beispielsweise der Europäischen Datenschutzrichtlinie (Richtlinie 95/46/EG) und garantieren damit eine hohe Transparenz und angemessene Sicherheitsstandards – beides sind essentielle Bestandteile für sichere Cloud-Computing.

Technische Standards sorgen für einen reibungslosen Ablauf

Insbesondere kleinere Anbieter setzen häufig auf eigene Cloud-Architekturen, die zwar funktionieren, häufig jedoch kaum skalierbar und unter Umständen instabil sind. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, auf standardisierte technische Lösungen zu achten. Durch de-facto Standards wie beispielsweise Cloud Foundry oder OpenStack wird ein zuverlässiger, skalierbarer Betrieb ermöglicht, während eine mächtige Open Source Community den Standard stets aktuell hält und weiterentwickelt. Wer seine Services und die zugehörige Nutzungsintensität in Zukunft ausbauen möchte, sollte folglich auf einen Provider setzen, der aktuelle Standards anwendet.

Vendor-Lock-in vermeiden – flexibel bleiben

Mit einer stabilen Cloud-Lösung bei einem zuverlässigen Cloud-Provider hat man bereits einen wichtigen Schritt erzielt. Doch was passiert, wenn der Service plötzlich nicht mehr performant läuft, beispielsweise aufgrund durchgeführter Hard- oder Softwareänderungen oder die Preise unerwartet ansteigen? Ein Wechsel zu einem anderen Provider ist oftmals kostspielig und mit viel Aufwand verbunden – man ist gefangen im sogenannten Vendor-Lock-in. Infolgedessen nimmt man möglicherweise eine suboptimale Performanz in Kauf, um den Wechsel des Providers zu vermeiden. Eine Abhilfe schaffen hier sogenannte Multi-Cloud-Systeme. Mit der Dezentralisierung der Cloud verhindern sie die Abhängigkeit von einzelnen und bieten hohe Flexibilität, was den Standort der Cloud-Infrastruktur angeht. Im Gegenzug ist der Betrieb einer Multi-Cloud-Umgebung meist mit Mehraufwand verbunden, da technische Inkompatibilitäten überbrückt werden und mehrere Clouds administriert und abgerechnet werden müssen.

Verfügbarkeit, wenn man sie braucht

Auch hinsichtlich der Verfügbarkeit können Multi-Cloud-Systeme ihre Vorteile ausspielen: Zwar bietet nahezu jeder Cloud-Provider Produkte mit einer sehr hohen Verfügbarkeit und minimalen Ausfallzeiten. Dennoch ist es im Ernstfall eine lohnenswerte Option, seine Infrastruktur redundant und standortübergreifend zu betreiben.

Wie also vorgehen?

Die Wahl des Providers sollte gut durchdacht sein, um einen Vendor-Lock-in zu vermeiden. Neben einem Leistungsportfolio, das den Bedürfnissen gerecht wird, sollte man abwägen, wie relevant Transparenz, Sicherheit und Standort des Cloud-Providers sowie des dahinterliegenden Rechenzentrums für den gegebenen Fall sind.

Meshcloud ist eine dezentrale Multi-Cloud-Plattform mit Standorten in Europa. Die Public-Cloud-Plattform basiert auf den Open-Source-Technologien OpenStack (IaaS) und Cloud Foundry (PaaS) und bewahrt Unternehmen somit vor einem Vendor-Lock-in. Über die Cloud Federation verbinden wir lokale Rechenzentren miteinander. Dabei behält der Kunde die volle Kontrolle über den Standort der Unternehmensinfrastruktur und hat zudem einen lokalen Ansprechpartner vor Ort. Durch ein einheitliches User Interface wird die Governance der Multi-Cloud zum Kinderspiel. Sie kann zentral administriert und abgerechnet werden, die einfache und effiziente Verschiebung von Infrastruktur und Applikationen zwischen Standorten wird durch die einheitliche Technologiebasis gewährleistet.

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